ANTI-GEWALT-SEMINAR
„Jugend und Gewalt”
Gewalt ist in unserer Gesellschaft ein alltägliches Phänomen. Dabei sind die Formen, in denen sich Gewalt zeigt sehr vielfältig und deshalb für die Jugendlichen und Heranwachsenden in ihrem Erleben und Handeln nicht immer als solche erkennbar. Schwer zu bewältigende Emotionen wie Wut und Hilflosigkeit sowie Konflikt- und Krisensituationen finden häufig ihren Ausdruck in Gewalt. In einem zweitägigen Seminar wird mit den Teilnehmern diese Gewaltproblematik bearbeitet, ein Bewusstsein für mögliche Konsequenzen geschaffen und das eigene Verhalten reflektiert.
Zielgruppe:
Die Maßnahme richtet sich an männliche Jugendliche und Heranwachsende, die aufgrund eines oder mehrerer Gewaltdelikte verurteilt wurden. Die Teilnahme an einem Seminar erfolgt auf richterliche Anordnung als Weisung nach § 10 JGG oder aufgrund einer Bewährungsauflage.
Die Teilnehmer müssen in der Lage sein, dem Programm sprachlich und intellektuell zu folgen.
Ausschlusskriterien:
Nicht teilnehmen können Jugendliche und Heranwachsende, bei welchen massive Suchterkrankungen und/oder psychische Erkrankungen im Vordergrund stehen, sowie Jugendliche und Heranwachsende, die wegen Beziehungstaten/häuslicher Gewalt, Sexualstraftaten oder organisierter Kriminalität verurteilt wurden.
Ziele des Seminars:
Inhalt und Methoden:
Die TeilnehmerInnen werden mit ihrer Gewalttätigkeit und ihren Straftaten konfrontiert. Dabei werden sie zeitgleich wertschätzend und empathisch mit ihren Themen und Bedürfnissen wahrgenommen. Methodisch wird mit Hilfe von Gruppenübungen, Rollenspielen, Filmen und Mindmaps gearbeitet.
Dauer und Gruppengröße:
Die eintägigen Seminare finden in der Regel von 16:00 – 20:00 Uhr und in den Ferien auch von 10:00 – 16:00 Uhr statt. Sie bieten Raum für 7 Teilnehmer.