Aktuelles: Kurzbericht STK - Verein Kinder- und Jugendhilfe Frankfurt am Main e.V.

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Aktuelles: Kurzbericht STK

Der Soziale Trainingskurs (STK) ist ein Soziales Kompetenztraining für straffällig gewordene junge Frauen und Männer im Alter von 14 bis unter 21 Jahren.
Er umfasst 10 bis 12 Gruppentreffe, eine Tagesveranstaltung  sowie Vor- und Nachgespräche.
Das Ziel des STK ist, die sozialen Kompetenzen der Teilnehmer zu fördern. Unter anderem sollen ihnen sozialverträgliche Problemlösungsstrategien vermittelt werden, es wird mit ihnen an ihren Stärken und Schwächen gearbeitet sowie Ziele für ihr weiteres Leben entwickelt.
Die Aufarbeitung der Straftaten ist fester Bestandteil des Trainings, weitere inhaltliche Schwerpunkte richten sich nach den vorrangigen Problemlagen der Teilnehmer.

Im Februar 2015 begannen wir mit den Vorgesprächen für den von April bis Juli 2015 laufenden Sozialen Trainingskurs.
Angemeldet wurden sieben Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren, darunter eine junge Frau.
Ein junger Mann erschien erst gar nicht zu den Vorgesprächen und bei der jungen Frau stellte sich  heraus, dass sie für das Gruppenprogramm nicht geeignet war. Ihre Auflage wurde daher in Einzelgespräche umgewandelt.
Die Vorgespräche dienen dazu, die Eignung der potenziellen Teilnehmer zu überprüfen und mit ihnen die Rahmenbedingungen des Kurses zu klären. Teilnehmer und Trainer lernen sich kennen,  so dass bereits mögliche Themen für das Gruppenprogramm herausgearbeitet werden können.
Beim vergangenen STK waren Gewalt und berufliche Perspektiven die wichtigsten Themen.

Das Gruppenprogramm begann mit 5 jungen Männern. Bei einem wurde die Auflage wegen hoher Arbeits- und Schulbelastung im Laufe des Kurses in Einzelgespräche umgewandelt, um ihm zu ermöglichen, die Auflage zu erfüllen.
Die erste Sitzung diente vor allem dem Kennenlernen der Teilnehmer untereinander. Dazu wurden verschiedene pädagogische Übungen
zur Gruppenfindung durchgeführt. Außerdem besprachen die Teilnehmer ihre Ziele bis zum Ende des Trainings und was sie dafür tun müssen.

Bereits in der zweiten Sitzung stiegen wir ins Thema Gewalt ein, welches einen Großteil des STK bestimmte.
Zur Verdeutlichung der Folgen, die Opfer körperlicher Gewalt erleiden können, besuchten wir gemeinsam mit dem Anti-Gewalt-Training die Uni-Klinik Frankfurt. Prof. Dr. Frank führte uns durch die Notaufnahme, schilderte im Schockraum das Vorgehen bei einem Notfall und verdeutlichte anhand einer Präsentation körperliche Verletzungen.
Zudem fand ein ganztägiger Besuch der Kampfkunstschule von Rüdiger Dahm (integratives Konflikttraining) statt, wo die Teilnehmer mittels Meditation, Körperübungen und Rollenspielen erfuhren, dass es im Leben vor allem um den „inneren Kampf“ geht. Es wurde vermittelt, dass zum Beispiel mit jeder Körperverletzung eines oder mehrere ihrer (Lebens-)Ziele zerstört werden.
Neben dem Hauptthema Gewalt waren die schulischen bzw. beruflichen Perspektiven der Teilnehmer Gegenstand jeder Sitzung. Teile einzelner Sitzungen wurden den Bereichen Drogen, Toleranz und selbstverständlich sozialen Kompetenzen gewidmet.

In der Abschlusssitzung zogen die Teilnehmer beim gemeinsamen Kochen und Essen ihr Resümee zum Training und überprüften die im April gesteckten Ziele.

Wir befinden uns bereits in der Vorgesprächsphase für den nächsten STK, für den Sie jederzeit Jugendliche zuweisen können. Der Kurs beginnt, sobald genügend Teilnehmer angemeldet sind.
Für Rückfragen und weitere Information stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Stephan Baumgardt, Frank Römhild und Yvonne Stock

Anmeldungen richten Sie bitte per E-Mail an
verein@vkjh-frankfurt.de
f.roemhild@vkjh-frankfurt.de
yvonne.stock@vkjh-frankfurt.de

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